Seit 1989 gibt es die UN-Kinderrechtskonvention, die von den Vereinten Nationen erstellt wurde. In dieser Kinderrechtskonvention sind in 54 Artikeln ganz spezielle Rechte nur für Kinder festgelegt. Meistens werden diese 54 Artikel zu 10 wichtigen Rechten für Kinder zusammengefasst.

In unserem Projekt “Kennt ihr die Kinderrechte?” haben wir uns in Anlehnung an die Kinderrechtskonvention der UNO einzelne Rechte herausgenommen und auf den Kinderalltag und die modernen Medien erweitert. Es gibt drei Stationen: 1. Küsschentest, 2. Kinderrechte-Quiz und 3. das eigene Wunsch- Kinderrecht!

Bereits auf zwei großen Kinderfesten, in Bayreuth (Fest für die Sinne im Oktober 2017) und in Kulmbach (Family Fun im September 2017) konnten wir testen, wie es um das Wissen um die Kinderrechte bestellt ist und wie es angenommen wird. Wir haben äußerst positives Feedback von Seiten der Eltern und auch der Presse erhalten. Die Kinder haben einen guten Zugang zu unseren drei Stationen gefunden. Sie waren interessiert und die fachpädagogischen Inhalte konnten in den Gesprächen mit den Kindern gut erarbeitet werden.

Wir stellen unsere 3 Kinderrechte-Stationen vor:

Den Einstieg mit Station 1 machen die Kinder beim „Küsschentest“ bei dem es unterschiedliche Abbildungen auf einer kopierten Vorlage für Jungen und Mädchen getrennt  gibt. Abgebildet sind angenehme und unangenehme Küsschen in verschiedenen Situationen z.B. Oma/Opa und Enkel beim Herumtoben, Kind mit einem Haustier z. B. einem Hund, Küsschen Mädchen zu Junge und umgekehrt oder Küsschen unter Mädchen etc. Der Präventionsgedanke ist hier: Was sind angenehme und unangenehme Berührungen und Küsschen, hab ich so etwas schon einmal erlebt, wie hat es sich angefühlt und was kann ich tun, wenn mir ein Küsschen / eine Berührung unangenehm ist und ich das nicht möchte. Welche Ansprechpartner habe ich. Diesen kopierten Test konnten die Kinder ausfüllen, und mit nach Hause nehmen, rückseitig haben wir die zehn wichtigsten Kinderrechte abgedruckt.

Quelle: Küsschen-Test “Trau Dich!” BZgA

Anschließend geht es zur 2. Station dem „Kinderrechte-Quiz“ an unsere große Moderationswand, an der die oben genannten Rechte als ansprechende Situationsabbildung angepinnt waren. So konnten wir uns sehr gut auch mit jüngeren Kindern unterhalten und besprechen, was sie sehen und erkennen. Die Eltern standen interessiert daneben, konnten aber auch ins Gespräch miteingebunden werden.

So gibt es unter anderem neben dem Recht auf Ruhe noch das Recht am eigenen Bild, Recht auf Hilfe, Recht NEIN zu sagen, jeder auf seine eigene Weise, Recht auf Freunde, Recht auf einen respektvollen Umgang, auf gewaltfreie Erziehung, wertschätzende Sprache, Schutz vor sexualisierter Gewalt, Recht auf Bildung, Recht auf medizinische Versorgung und auch die Toilette und die Dusche sind und bleiben ein privater Raum, Diebstahl ist strafbar und niemand darf Kindern drohen oder sie erpressen, Gewalt ist niemals okay . . .

Quelle: Alle Kinder haben Rechte – Zartbitter e. V.

An unseren 3. Station „Mein Wunsch-Kinderrecht“ durften sich die Kinder einen Wunsch nach einem ihnen zustehendem Recht überlegen und auf vorbereitete, bereits ausgeschnittene Papierkinder mit Fähnchen schreiben oder wenn sie wollten die Männchen selbst ausschneiden und bemalen. Bei jüngeren Kindern halfen die Eltern. Dann wurde das Papierkind mit dem Wunsch-Kinderrecht-Fähnchen auf unsere eine 1 Quadratmeter große Platte mit aufgemalter Erdkugel angepinnt an einem dem Kind gefälligen Ort/Land. Einige Kinderwünsche waren z. B., dass ihre Eltern mehr Zeit haben, sich nicht trennen, mehr vorlesen sollen, ein Geschwisterchen, ein Pferd, aber auch keinen Krieg, mehr oder bessere Lehrer wurden genannt oder keinen Streit, keine Schimpfe mehr!

gefördert von:

Der Nordbayerische Kurier, Redakteurin Renate Allwicher, kam im Nachgang zum Fest für die Sinne auf uns zu und schlug vor zum Thema Kinderrechte ein paar Kinderseiten gemeinsam zu gestalten, die Anfang des Jahres 2018 erschienen sind.

Kinder haben Rechte und zwar nicht wenige. Das Ziel war und ist es, Kinder vor Gewalt und Ausbeutung zu schützen und noch immer gibt es auf der ganzen Welt viele Kinder, die vor Gewalt, Ausbeutung und Ungerechtigkeiten geschützt werden müssen – auch bei uns kämpfen viele Kinder jeden Tag um ihr Recht, gewaltfrei leben zu dürfen.

Bitte lesen Sie hierzu die Kinderseiten zu folgenden Themen:

– Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Renate Allwicher, Redakteurin beim Nordbayerischen Kurier, Bayreuth –

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