Du und ich – wir machen uns stark!

Du und ich – wir machen uns stark! –

Projekt zur Gewaltprävention

Projektentstehung und Kooperation

Die Idee für das Projekt “Du und ich – wir machen uns stark!” ist im Rahmen des Forums Gewaltfreie Stadt Bayreuth (einem Forum zur Vernetzung von Vereinen, Organisationen, Institutionen etc., die im gewaltpräventiven Bereich tätig sind) entstanden. Im Austausch einzelner VertreterInnen ist die Idee entstanden, eine Klasse der Schule Herzöghöhe in Bayreuth (eine Schule mit vielen Familien mit niedrigem sozioökonomischen Status) über vier Jahre mit gewaltpräventiven Angeboten zu begleiten und zu fördern. Einen Baustein, nämlich das im Folgenden dargestellte Projekt möchte AVALON – Prävention! e.V. in Kooperation mit dem Bayreuther Frauenhaus übernehmen, welches im Einzugsgebiet der Schule verortet ist.

Das Gesamtprojekt „Ich mach mich stark für dich!“ beinhaltet u.a. folgende Bausteine durch weitere Kooperationspartner: Projekt Teamgeister zum Sozialen Lernen (Durchführung in der Schulzeit durch die Lehrerin), Erlebnispädagogische Spiele (Kommunales Jugendzentrum), Sicherheitsverhalten in der Stadt (Bundespolizei), Klettern (Uni Bayreuth), Prävention sexuelle Gewalt (AVALON).

Zielgruppe

6-7jährige Kinder und deren Eltern.

Ziele

Das Projekt verfolgt folgende Ziele:

  • Förderung der emotionalen Intelligenz (Wahrnehmen, Benennen, Ausdrücken von eigenen Gefühlen und Gefühlen Anderer)
  • Förderung des Selbstwertgefühls
  • Förderung der Fähigkeit zur Selbstbehauptung
  • Förderung von gewaltfreien Konfliktlösungsfähigkeiten

Durchführung

Das Projekt besteht aus Workshops, die alle sechs Wochen bis voraussichtlich Sommer 2017 durchgeführt werden sollen. Pro Jahr finden ca. 8 Treffen sowie ein Elternabend statt. Die Workshops haben einen Umfang von 90 Minuten und beinhalten Einheiten sowohl in der Kleingruppe sowie in der Großgruppe. Die Treffen werden unter folgenden Themenschwerpunkten stehen:

  • Eigene Gefühle wahrnehmen, erkennen und benennen
  • Gefühle bei anderen Menschen wahrnehmen, erkennen und benennen
  • Gesunder Umgang und Ausdruck von Gefühlen
  • Nein-sagen und Grenzen setzen

Die Themen werden mit kreativen Materialien, erfahrungsorientierten Methoden und lebensweltnahen Inhalten umgesetzt. Die Workshops beinhalten immer Elemente und Materialien, die im Schulalltag Einzug erhalten können (in Kooperation mit der Klassenlehrerin), so dass die Themen kontinuierlich und nachhaltig wirken können. Im ersten Workshop wird es bspw. um das Benennen und den mimischen Ausdruck von Gefühlen gehen. Dafür wird nach einem gegenseitigen Kennenlernen mit den Kindern erarbeitet, welche Gefühle sie schon kennen und welche vielfältigen Namen es dafür gibt (z.B. wütend, sauer, ärgerlich, zornig oder traurig, betrübt, bedrückt). Anschließend erhalten die Kinder kleine Handspiegel und werden angeregt, sich selbst beim Ausdruck verschiedener Gefühle zu beobachten. Zur Unterstützung liegen Bilder mit Gesichtern mit verschiedenem Gefühlsausdruck bereit. Im Gespräch erfahren die Kinder, dass jedes Gefühl und dessen Ausdruck einen Sinn hat. In den folgenden Workshops üben die Kinder zunehmend ihre eigenen Gefühle und die der Anderen wahrzunehmen und angemessen darauf zu reagieren. Es werden Möglichkeiten eines produktiven und gesunden Umgangs mit Gefühlen wie Wut, Angst und Trauer erarbeitet und immer wieder ausprobiert.

Da Gewaltprävention im Verantwortungsbereich von Erwachsenen liegt, werden die Eltern mit einbezogen und in einem Informationsabend pro Jahr über die grundlegenden Prinzipien der Gewaltprävention, gewaltfreie Erziehung und die Inhalte der Workshops informiert. Die Mitarbeiterinnen sind darüber hinaus bei Problemen und Fragen ansprechbar. Das Beratungs- und Unterstützungsangebot der Vereine kann jederzeit in Anspruch genommen werden.

Wir danken Stiftung Bündnis für Kinder: gegen Gewalt für die Unterstützung unserer Arbeit, ohne die die Durchführung des Projektes nicht möglich wäre.

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